Akupunktur

Die Akupunktur ist eine Therapieform der chinesischen Medizin und soll die Lebensenergie – das sogenannte „Qi“ - aktivieren sowie Blockaden im Körper lösen. Die Therapie beruht auf der taoistischen Lehre von Ying und Yang, gegensätzlichen Kräften, die dennoch untrennbar mit einander verbunden sind. Nach der über 2000 Jahre alten chinesischen Lehre ist der Mensch gesund, wenn diese Energie in einem Netz von Leitbahnen – den Meridianen – frei im Körper fließen kann. Diese stehen in Verbindung mit den Organsystemen. Sind sie dagegen blockiert, kann es zu Krankheiten kommen.

Mit Hilfe der Akupunktur werden bestimmte Energiepunkte aktiviert – zum Beispiel durch Nadelstiche, Druck, Massage, Wärme oder Laserstrahlung. So werden Reize gesetzt, die den Körper stimulieren, seine Selbstheilungskräfte zu aktiveren. Insgesamt gibt es rund 1000 solcher Akupunktur-Punkte. Besonders häufig kommen dabei die Körper- und die Ohr-Akupunktur zur Anwendung.

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Eines der ältesten Heilverfahren

Die im heutigen China lebenden 800 Millionen Menschen werden von 80 000 westlich ausgebildeten Ärzten und von 500 000 traditionellen Heilkundigen medizinisch versorgt. Neben der Akupunktur spielen Pflanzenheilkunde, Ernährung, Atemheilkunde und Gymnastik für die Gesunderhaltung eine große Rolle. Ich sage bewusst Gesunderhaltung, denn im Alten China besuchte der Arzt regelmäßig seine Patienten, bevor sie krank wurden und genoss nur dann einen guten Ruf, wenn er wenig Kranke hatte. Dieser Geist hat sich bis heute erhalten. Sieht man sich die oben genannten Zahlen an, so kann man die Bedeutung der traditionellen Medizin auch heute noch ermessen.

Alte und neue Methoden im Einklang
Wer sich in China umsieht, findet eine gelassene Atmosphäre und einen überraschenden Gesundheitszustand der Bevölkerung. Die westliche und die östliche traditionelle Medizin existieren gleichberechtigt nebeneinander. Dort erlernen westlich ausgebildete Ärzte zunächst die Erfahrungsheilkunde.

Die Domäne der Akupunktur ist die Krankenbehandlung. Sie ist eine der ältesten Heilverfahren und lässt sich in Asien bis ins 28. Jahrhundert v. Chr. nachweisen. Die Wirkung der Akupunktur beruht auf einer Reizwirkung der Haut. Es werden bestimmte Punkte gestochen, die durch senkrechte Linien, sogenannte Meridiane, miteinander verbunden sind. Überliefert sind zwölf Meridianpaare und zwei Sonnenmeridiane, die vorne und hinten über die Körpermitte verlaufen. Auf den Meridianen befinden sich etwa 780 Hauptakupunkturpunkte, die mit zwölf Organen in Verbindung stehen. Durch diese Meridiane fließt nach Ansicht der Chinesen Energie. Ist der Mensch krank, so ist dieser Energiefluss gestört.

Der Mensch als Teil des großen Ganzen
Die Lehre der Akupunktur sieht den Menschen als kleinen Teil des Universums und aller Elemente, die es bilden, in kosmischer Harmonie. Der ausgewogene Energiefluss beruht auf einem Gleichgewicht zweier in Wechselwirkung und Ergänzung befindlichen Gegenkräfte, dem Yin und Yang. Yin repräsentiert "Leere" und damit alles Negative, wie Dunkelheit, Kälte, Schwäche, Feuchte. Und Yang "Fülle" oder das Positive wie Licht, Wärme, Kraft und anderes mehr. Das Gleichgewicht dieser beiden gegensätzlichen Kräfte bedeutet Gesundheit. Der Mensch lebt dann in Harmonie mit dem Universum. Die Lebensenergie (TSRI) zirkuliert normal auf den als Meridiane bezeichneten Bahnen. Ist das Gleichgewicht gestört und staut sich die Lebensenergie an einem Organ, so spricht der Chinese von einer Yang-Krankheit. Liegt eine Verminderung des Energieflusses vor, ist das eine Yin-Krankheit.

Akupunktur zur Schmerzminderung
Im Jahre 1971 wurden zwischen den USA und China diplomatische Gespräche aufgenommen. So rückte auch das Interesse an der Akupunktur wieder in den Vordergrund. Bekannt wurde zu der Zeit auch, dass seit 1949 eine neue Art der Akupunktur entwickelt wurde, die Akupunkturbetäubung bei Operationen. Die sensationell aufgemachten Berichte über Operationen hielten allerdings nicht das, was versprochen wurde. Es ist aber bei einer Akupunkturbetäubung eine Schmerzminderung erreichbar.

Bei einer Operation kann es Ihnen passieren, dass der Anästhesist ein herkömmliches Narkotikum mit Akupunktur kombiniert. Das bedeutet eine erhebliche Risikoverminderung von Kreislaufschwächen während der Operation, weil die Dosierung des Narkotikums herabgesetzt werden kann.

Auch viele Zahnärzte verwenden einen Akupunkturpunkt inzwischen bei ihren Patienten. Er kann gestochen werden. Sie können den Punkt aber auch selbst massieren und so für eine Schmerzlinderung sorgen. Der Punkt wird "Meisterpunkt für Zahnschmerzen" (Di 1) genannt. Sie finden ihn am Nagelbett des Zeigefingers, zur Daumenseite gelegen. Wenn sie an beiden Händen diesen Punkt jeweils mit dem Daumennagel massieren, werden sich Zahnschmerzen vermindern.

Verschiedene Anwendungen
Die klassische Körperakupunktur ist die ursprüngliche Krankenbehandlung in China. Die Kenntnisse und Regeln sind viel umfangreicher, als sie hier beschrieben wurden. Sie sind aber nur für den Fachmann interessant und ihre Beschreibung würde den Rahmen dieser Information sprengen...

Neben der klassischen Körperakupunktur gibt es heute noch die Ohrakupunktur, die Ein-Stich-Akupunktur, die Nasen- und Handakupunktur. Ebenso sollte die Elektro- und Laserakupunktur nicht unerwähnt bleiben. Welche Akupunkturanwendung in Frage kommt, sollte bei jedem Patienten mit "seiner spezifischen Erkrankung" dem Fachmann überlassen bleiben.

Erwähnenswert sei noch der Streit um die Wirkung der Metalle der Akupunkturnadeln. Die chinesische Akupunktur ist der Meinung, dass gelbe Metalle (Gold, Kupfer) anregen und weiße Metalle (Silber, Chrom, Zink) beruhigen. Der Streit scheint inzwischen beigelegt, denn allgemein finden bei gleicher Wirkung nur noch Stahlnadeln Verwendung. Ziel der Akupunktur wird immer sein, das energetische Ungleichgewicht zu beseitigen und damit die Harmonie im Körper wieder herzustellen.

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